Chaos im Kopf


Das weiße, unbeschriebene Blatt Papier, der leere Bildschirm, ein zerkauter Bleistift im Mund. Obwohl tausend Ideen im Kopf herumschwirren, lässt sich keine einzige greifen und die Worte wollen sich einfach nicht in die richtige Reihenfolge bringen lassen.

Egal, ob erfahrener Schriftsteller, Journalist oder passionierter Hobbyautor: Jeder macht einmal diese Erfahrung, hat Schreibblockaden und kennt die Angst vor dem ersten Satz.

Wenn sich eine Schreibblockade Raum verschafft, dann kann einfaches drauflosschreiben Abhilfe schaffen. Das "Free Writing" oder auch "Mind Writing" genannt, kann hier eine wirkungsvolle Übung sein. Freies, assoziertes, schnelles Schreiben, ohne einen Gedanken an die Syntax oder die Orthographie zu verschwenden, hilft. Und so funktionierts: Man schreibt fünf Minuten lang ohne Pause alles auf, was einem gerade durch den Kopf geht: Das kann zum Beispiel sinnloses Geschwafel über das graue, verregnete Wetter sein, über das endlose Essen an den Weihnachtsfeiertagen, den Wunsch nach Urlaub oder über die Schwierigkeit, einen Anfang zu machen. Dabei sollte man möglichst nicht mit dem Computer arbeiten, denn dieser verleitet den Schreiber viel zu schnell, am gerade Geschriebenen wieder herumzufeilen. Und so wird dann der spontane Gedankenfluss unterbrochen.

Was auch immer dabei zu Papier kommt, hauptsache man schreibt, und die Worte fangen wieder an zu fließen. Hinterher kann man das Geschriebene ordnen und entdeckt dabei möglicherweise in dem Wortsalat einen brauchbaren ersten Satz oder eine neue Inspiration.